Rumänien ist mittlerweile führend in der EU was die erneuerbaren Energien betrifft.
Mit einem CO2 Ausstoß von 3 Tonnen pro Person ist Rumänien auf Platz 2 in Europa, nach Sweden.
Das Land hat es geschafft, das Wirtschaftswachstum weitgehend von Treibhausgas-Emissionen zu entkoppeln – ein Maßstab für eine erfolgreiche Energiewende. Zwischen 1990 und 2023 ist die Intensität der Netto-Treibhausgasemissionen pro wirtschaftlicher Einheit um rund 88 % gesunken, während das reale Bruttoinlandsprodukt gleichzeitig etwa verdoppelt wurde. Die gesamten Emissionen sind im gleichen Zeitraum um rund 75 % gefallen.
Erneuerbare Energien und Infrastruktur
Große Investitionsprojekte haben maßgeblich zur Energiewende beigetragen:
Rund um Bukarest wird aktuell die größte Solaranlage Europas (ca. 760 MW) errichtet.
In Nordwest-Rumänien ist eine noch größere Anlage (1 GW) bereits genehmigt.
Eine Windfarm nahe dem Schwarzen Meer war für einige Jahre die größte Europas.
Solar- und Windenergie sowie Photovoltaik auf Gebäuden verbreiten sich zunehmend im ganzen Land.
Historische und politische Faktoren
Die drastische Emissionssenkung begann nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Industrie – viele energieintensive Fabriken und Minen wurden stillgelegt. Der EU-Beitritt ab 2007 brachte strengere Umweltstandards, Emissionshandel und Fördermittel für saubere Technologien, was den Übergang verstärkte.


